Arles
Sehenswürdigkeiten
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Übersicht: Sehenswürdigkeiten Arles
Arles, die drittgrößte Stadt der Bouches-du-Rhône ist mit ihren 77.000 Hektar Land flächenmäßig die größte Gemeinde Frankreichs und vor allem Stadt der Kunst und der Geschichte.

Arles ist dreimal in das Weltkulturerbe der UNESCO eingetragen:
  • Mit ihrem alten Stadtzentrum und dessen zahlreichen römischen und romanischen Bauten
  • Mit dem „Chemin d’Arles“ (auch Weg nach Rom und Jerusalem). Der Weg von Arles ist seit dem Mittelalter eine der Vier Routen zu Jakob von Compostella.
  • Als weltweit anerkannte Biosphäre: die Camargue ist in die Liste der Biosphären-Naturschutzgebiete eingetragen.

Am Tor der Stadt öffnet sich das Rhonedelta, das die Camargue bildet, ein er der schönsten Naturgebiete Europas. Seine durch den Naturpark Camargue geschützte Flora und Fauna sind von außerordentlichem Reichtum. Im Norden der Stadt erstreckt sich der Naturpark der Alpilles, der zweite in der Landschaft um Arles, mit Landwirtschaft und Wäldern des Mittelmeerraumes, wo mehr als hundert seltene oder geschützte Tierarten leben. Arles ist heute untrennbar mit Van Gogh verbunden. Der Aufenthalt des Künstlers in Arles ist sein produktivster an Gemälden und Zeichnungen: mehr als 300 Werke in 15 Monaten. Sprache, Kostüme und traditionelle Feste machen aus Arles die Hauptstadt provenzalischer Kultur. Zahlreiche Events werden zu Höhepunkten jeder Jahreszeit und gehören in den Terminkalender der Fotografie, der Musik, der Literatur, des Theaters und der Stierkampftradition. Arles ist eine Stadt des Südens, in der man gut leben kann: hier mischen sich ganzjährig regionale Produkte und vielfältige Landschaften zu einem bunten Bild.

Arles, Stadt der Kunst und Geschichte
Ausgrabungen haben die Existenz einer keltischen Siedlung nachgewiesen, die von Griechen aus Massilia (Marseille) kolonisiert wurde. Ein Krieg zwischen den Bewohnern des griechischen Marseille und der Armee von Julius Cäsar führte zur römischen Stadtgründung (ab 46 v.Ch.) und der Errichtung der größten Monumente der Stadt. Unter der Regierung von Augustus (44 v.Ch. bis 16 n.Ch.) erhielt die Stadt den Namen Paterna Arelate Sextanorum („von meinem Vater errichtete Kolonie“). Kaiser Konstantin (313) errichtete hier seinen Palast wodurch sich die Stadt kulturell und ökonomisch entwickelte. In der römischen Epoche schätzt man die Bevölkerung auf 50 000 Bewohner. Die Stadt Arles zählt 130 Örtlichkeiten, die als nationales Kulturerbe geschützt sind. Seit 1981 sind alle römischen und romanischen Bauten in das Weltkulturerbe der UNESCO eingetragen. Der Reichtum seines historischen Erbes ist ohne Vergleich mit der Größe der Stadt und ihren finanziellen Mitteln, da die historischen Stätten ausschließlich von der Stadt finanziert sind. Arles gehört mit rund dreißig anderen französischen Städten zu dem Verbund „Allianz europäischer Kulturstädte“ (Avec).

Römisches Erbe

Die römische Arena Ende des 1.Jhd n.Ch. entstand das Amphitheater als riesiges Oval mit 34 Rängen und Tribünen als eine der 20 weltgrößten Arenen. Noch heute können jedes Jahr hier in der Arena rund 12000 Zuschauer die jährlich stattfindenden Stierkämpfe und Stierspiele erleben. Das antike Theater Westlich der Arena entstand schon Ende des 1.Jhd n.Ch. das antike Theater unter Kaiser Augustus. Es bleibt im Sommer ein außerordentlicher szenischer Schauplatz. Der Kryptoportikus des Forums 30 bis 20 v.Ch entstanden außergewöhnliche unterirdische Galerien, auf denen sich das Forum Romanum erhob. Die Konstantin-Thermen: im 4.Jhd erinnern sie an die Thermen des Konstantin in Trier. . die Alyscamps Eine der bedeutendsten frühchristlichen Grabstätten mit ihrer berühmten Sarkophagen-Allee und durch Van Gogh und Gaugin verewigt.


Romanisches und klassisches Erbe
Die Kathedrale Sankt Trophimus (Trophime) Im Wesentlichen aus dem 12.Jhd, besitzt sie alle Charakteristiken der romanisch-provenzalischen Architektur. Das außergewöhnliche Portal erinnert an das Jüngste Gericht, an das Paradies und die Hölle unter dem segnenden, thronenden Christus. Der Kreuzgang Sankt Trophimus Errichtet im 12. Jhd, ist er mit seiner Vielfalt an Skulpturen und Kapitellen ein Einzelstück in der Provence. Das Rathaus 1657 von Jaques Peytret, nach den Plänen von Jules Hardouin Mansard (Architekt von Versailles) erbaut, erhielt es seine Berühmtheit durch die einzigartige flache, romanische Steindecke im Eingangsbereich. Die Patrizierhäuser Umrahmt von dem antiken Erbe der Stadt, heben sich diese Bauten durch ihre schmückende Architektur hervor. Man zählt rund 50 dieser Patrizierhäuser, darunter: • Residenz der Familie Grille (17.Jhd) • Residenz Luppé, heute Stiftung Van Gogh • Residenz der Familie Castillon (17.Jhd) • Residenz Quiqueran de Beaujeu, jetzt Nationalhochschule für Fotografie


Arles, im Lichte von Van Gogh
Arles ist heute untrennbar mit Van Gogh verbunden. Niemand kann über die Stadt und sein Licht sprechen, ohne an die Bilder des Meisters zu denken. Es war das Licht, das Van Gogh in den Süden Frankreichs zog. Im Februar 1888 kommt Vincent nach Arles, auf der Suche nach einem besonderen Licht draußen und seinem inneren Licht. Damit begann eine intensive und leidenschaftliche Arbeit auf der Suche nach dem Licht des Südens. Der Aufenthalt des Künstlers in Arles ist seine produktivste Phase, mit zahlreichen Gemälden und Zeichnungen: mehr als 300 Werke in 15 Monaten bilden eines der glänzendsten Kapitel in der Kunstgeschichte. Einige Motive, die ihn inspiriert haben, sind geblieben, andere wiedererstanden: das Nachtcafé, der Garten im Hotel Dieu (Espace Van Gogh). Im Mai 1889 verlässt Van Gogh Arles verbringt einige Zeit im Spital von Saint-Rémy de Provence. Noch heute ist der Name Vincent Van Gogh fest mit dem Namen der Stadt liiert und auch wenn in Arles keines seiner Werke sichtbar ist, herrscht sein Schatten dennoch über der ganzen Stadt.

Der Rundgang von Van Gogh
Der Besucher erkennt die Stellen in der Stadt, an denen der Künstler seine Staffelei aufgestellt hat, an Tafeln, die das jeweilig gemalte Bild darstellen. Ein rundes Duzend sind auf diese Weise erkennbar: Der Forumsplatz (Place du Forum) für das „Nachtcafé“, die Brücke von Trinquetaille entspricht der „Treppe zur Brücke“, der Kai der Rhône der „Sternennacht“, der Platz Lamartine dem „Gelben Haus“, die Rue Mireille der „alten Mühle“, der Sommergarten am Boulevard des Lices dem „Stadtgarten“, das Espace Van Gogh dem „Garten im Hospital", die Straße entlang des Kanals von Arles nach Bouc der „Brücke von Langlois mit Wäscherinnen", üblicherweise „Brücke Van Gogh“ genannt. Die Arena und die Alyscamps wurden ebenso in mehreren Bildern verewigt.

Vincent Van Gogh - Stiftung
Im Sinne des von Van Gogh gewünschten Künstlerhauses, hat die Stiftung eine einzigartige Sammlung von über 200 Werken zeitgenössischer Künstler zusammengestellt, die die wichtigsten künstlerischen Bewegungen des zwanzigsten Jahrhunderts in den Bereichen der Malerei, Skulptur und der Fotografie beinhaltet (Werke von Arman, César, Combas, Doutreleau, Hockney, Lichtenstein, Rauschenberg …….). Diese Sammlung ehrt Van Gogh’s Universalität. In der Erwartung der Neueröffnung der Stiftung im Hotel Léautaud de Donines, im Frühjahr 2012, kann man den Annexe, der sich 17 Rue des Suisses in Arles befindet, besuchen. Diese Übergangslösung ermöglicht es, die Aktivitäten wie Workshops mit Schulen der Region und das Geschäft weiterzuführen, sowie über den Fortschritt der Bauarbeiten zu informieren und Mitteilungen über die vorgesehenen Austellungen im Jahre 2012 zu verbreiten.

Telefon:+33 (0)4 90 49 94 04
fondwga@wanadoo.fr
www.fondationvangogharles.org



Arles, Tor zur Camargue

Stadt des Rhonedeltas
Arles liegt an der Gabelung der großen und der kleinen Rhône. Strategisch gelegen ist sie das Tor zur Camargue und wie geschaffen für die Entwicklung eines Drehkreuzes für Flussverkehrs und Handel. Seit 1991 kann Arles Fluss-Seeschiffe bis 3000 Tonnen annehmen und ist somit der einzige Rhonehafen, der an der Pforte zum Mittelmeer liegt und so große Tonnagen aufnehmen kann . Der Hafen von Arles ist ein unvermeidlicher Ankerplatz für Luxuskreuzfahrten auf der Rhône (Beispiel: Kreuzfahrt Rom – Avignon über Arles). Arles hat gleichermaßen eine strategische Position aufgrund der beiden Hauptachsen Westeuropas (Weg durch das Rhonetal und Route Italien-Spanien).

Die Camargue
Ein Land der Winde und vor allem eine Region des Mittelmeers. Sie lebt zwischen zwei Wassern, dem Salzwasser des Meeres und dem Süßwasser der Rhône, die das Land mit ihren zwei Flussarmen umschließt. Der Flusslauf versorgt die Camargue ganzjährig mit Süßwasser und beeinflusst je nach Klima einen ständigen Reigen mit dem Salzwasser in den Sümpfen, Feuchtgebieten, Lagunen und Seen. Die Camargue wurde vom Rhonedelta gebildet und ist das größte Feuchtgebiet Frankreichs. Sie unterliegt besonders starken, natürlichen Einflüssen. Häufig weht hier ein starker Wind, der oft Überschwemmungen mit sich bringt. Im Sommer hingegen bringt er Trockenheit im Landesinneren und Erosionen im Küstenbereich.

Das Land wird zu einem weißen, versalzten Landstrich. Seen und Sümpfe soweit das Auge reicht, Lagunen und weite Strände mit nur wenigen Behausungen gespickt, hier verliert sich der Blick oft im ewigen Horizont. Mit 10 Einwohnern pro Quadratmeter, als 10 Mal weniger als der nationale Durchschnitt, ist dieses natürliche Gebiet, wortwörtlich, ein wahrer Schatz des regionalen Naturparks der Camargue. Die klimatischen Besonderheiten, die zu einer besonderen landwirtschaftlichen Aktivität führen, sind ebenfalls mit Reisanbau, Reetherstellung oder der Salzgewinnung einzigartig. Seit dem Jahr 2000 schützt das Label GGA (Geschütze Geografische Angabe) innerhalb der EG die Bezeichnung des Reises „Riz de Camargue“, dessen Anbau einen positiven Einfluss auf die Erhaltung des lokalen Ökosystems ausübt. Reis wird in der Camargue seit dem 16. Jhd. angebaut, eine feste Stellung innerhalb der Landwirtschaft nimmt der Reisanbau seit den 40-er Jahren ein. Auch die Stierzucht ist eine Rindfleischherstellung, die das seltene Label AOC (Appellation d´Origine Contrôlé) erhielt. Weitreichende Privatbesitze und geschützte Zonen manchen die Camargue für den unbehellten Besucher zu einem schwer zugänglichen Gebiet. Es bietet sich an, die Landschaft mit dem Pferd, so wie die Gardians, zu durchreiten.

Die Camarguepferde sind sehr widerstandsfähig und dem Feuchtgebiet bestens angepasst. Sie leben auf den sandigen und salzhaltigen Böden in Meeresnähe und kommen mit nur wenig Nahrung aus. Sie werden für viele Freizeitaktivitäten eingesetzt und dienen den Gardians noch immer als wichtiges Hilfsmittel in der täglichen Arbeit. Am Meer erstrecken sich lange Dünenketten und Strände, die eine natürliche Barriere bilden und auch ein sensibles Ökosystem in stetem Wandel darstellen.

Zahlreiche Besichtigungen stehen dem Besucher zur Verfügung, die ihm erlauben die Natur der Camargue auf respektvolle Weise zu entdecken. Einige bieten regelmäßig von Natur-Führern oder Ornithologen geführte Besichtigungen an.


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